Ferkelprinz Frederik

Geschrieben am 09.05.2021 | 2622 mal gelesen



Wir haben seit gestern einen neuen Dauerferiengast.
Heute Morgen hat er seinen endgültigen Namen erhalten: Frederik.
Frederik ist vor 2 Monaten vom Schlachtanhänger gefallen und unter diesem zum Liegen gekommen. Er hatte sehr laut geschrien, so dass eine Tierfreundin darauf aufmerksam wurde und ihm zu Hilfe kam.
Es hatte eine Weile gedauert, bis sie den Transporteur davon überzeugt hatte, den kleinen mitzunehmen.
Dieser hatte das Bolzenschussgerät schon im Anschlag und wollte sich zunächst nicht darauf einlassen.
Nach langem Reden hatte sie ihn dann aber doch überzeugt. Er schnitt die Ohrmarke ab und Frederik war frei.
Die Tierfreundin nahm ihn mit nach Hause und kümmerte sich um ihn.
Aufgrund des Sturzes hatte Frederik eine Lähmung an der gesamten Hinterseite und konnte entsprechend nicht stehen, geschweige denn laufen.
Ein hinzugezogener Tierarzt war der Meinung, das würde nichts mehr werden.
Sie tat in diesem Moment aber das einzig Richtige, was sie tun konnte, nämlich diese niederschmetternde Aussage zu ignorieren.
Und es bestätigte sich, dass es das Richtige war, denn nach einem Monat Pflege konnte Frederik stehen und normal laufen.
Da die Tierfreundin aber nur ein kleines Gärtchen für ihn zur Verfügung hatte und Frederik irgendwann 350 Kilo wiegen würde, suchte sie einen Platz, wo sie ihn gut unterbringen konnte.
Dank eines Kontaktes erfuhr sie von Animal Central und ich sagte sofort zu, als ich eine entsprechende Anfrage bzgl. einer Aufnahme erhalten hatte.
Eigentlich geht hier kaum noch was in Bezug auf Neuaufnahmen, aber es bereitet mir immer wieder unglaubliche Genugtuung, tierlichen Kämpfern, denen es gelungen ist, aus dem allgegenwärtigen martialischen, verbrecherischen System zu entkommen, eine Heimat zu schenken.
Tja, gestern Nachmittag brachte die Tierfreundin den Kleinen her und seitdem fühlt er sich hier sichtbar wohl. Er erkundet seine neue Hemat und nimmt zu allen Tieren Kontakt auf.
Mein besonderer Dank gilt Frederiks Retterin, und zwar deshalb, weil sie ihn weder aufgegeben, noch im Stich gelassen hat, sondern weil sie eingeschritten ist, sich nicht beirren liess und dem kleinen Mann ihren Möglichkeiten gemäss, auf empathisch Weise Hilfe hat zukommen lassen, Hilfe, die sein Weiterleben sicherte.ööö








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