Ankunft Jutta u. Elsa

Geschrieben am 15.01.2023 | 2539 mal gelesen



Da wären die beiden glücklichen Seelen.
Nach etwa 9 Stunden Fahrt sind sie wohlbehalten hier auf dem Hof angekommen.
Nachdem wir etwaige Fluchtmöglichkeiten abgesperrt und die Klappe vom Pferdeanhänger geöffnet hatten, haben wir sie erstmal eine knappe halbe Stunde in Ruhe im Stroh des Anhängers belassen.
Sie sollten sich auf keinen Fall aufregen, nicht gescheucht oder getrieben werden, damit sie gleich realisieren, dass sie in einem neuen Leben angekommen sind, indem ihnen Niemand etwas Böses will.
Und das hat auch hervorragend funktioniert, denn sie liessen sich sehr brav und in aller Ruhe etwa 100 Meter vom Tor in den Stall führen ohne irgendwelche Fluchtversuche zu starten oder zusammenzuschrecken.
Bedenkt man, dass es sich um sehr scheue (und auch wendige) Tiere handelt, die äusserst schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, dann ist das schon bemerkenswert.
Langsam aber zielstrebig sind sie uns über viele Ecken und Winkel bis in den Stall gefolgt. Ich denke, ihnen war dabei jederzeit klar, dass alles gut ist, wie es ist.
Die beiden kannten sich vorher nicht. Obwohl sie bei dem Bauern in benachbarten Ställen dahinvegetierten, haben sie sich nie gesehen oder berüsseln können. Ich habe allerdings von Anfang an nicht daran gewzeifelt, dass sie sich sofort verstehen und ins Herz schliessen werden.
Genau das ist dann im Stall auch passiert. Später lagen sie gemeinsam im Stroh, um die Strapazen der Reise hinwegzuschlafen, das alte Leben zu vergessen und ein neues Leben zu beginnen, welches man auch als solches bezeichnen kann.
Es sind sehr junge Tiere und insofern haben sie noch ein ganzes schönes Schweineleben vor sich. Genauso wie bei Arielle und Alana wird auch bei Elsa und Jutta (so heissen sie seit dem Freikauf)die scheussliche Vergangenheit bald durch einen neuen täglichen Tag hinweggewischt.
Tja, wie gehts weiter ...
Die beiden sollen in Arielles Gang eingemeindet werden. Zu diesem Zweck werde ich das Tor des Stalles, in dem sie sich jetzt befinden, entfernen und durch 2 angeschraubte Leisten ersetzen, damit sie sich mit Arielle, Alana und Frederik ausgiebig berüsseln/kennenlernen können.
Sobald ich denke, dass der Zeitpunkt da ist, kommen sie gänzlich frei. Die nächsten Tage bleiben sie also erstmal im Stall und aklimatisieren sich. So ist es am Besten, für beide Seiten.
Ich freue mich sehr, dass diese Aktion, an der viele Leute beteiligt waren, so erfolgreich begangen und beendet worden ist.
Danke Jenny für das Anstossen dieser Sache, danke Tina und Roland für den Transport, danke Ulrike, Kristina, Claudia und Manfred für die Hilfe hier vor Ort und danke allen Spendern und Paten, die einen wesentlichen Teil dazu beigesteuert haben, diese zwei arme Seelen nicht nur aus der Hölle zu ziehen, sondern auch vor einem brutalen Tod in dieser Hölle zu bewahren.
Diese Sache war eine beispielhaft konzertierte Aktion, die man im Tierschutz selten findet und sie ist deshalb gelungen, weil wir alle ein einziges Ziel hatten, kompromisslos zu retten, was wir retten können.
Damit sind nicht nur die direkt Beteiligten gemeint, sondern auch alle Spender, Paten und Herzensfreunde.








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